Paullinia Cupana - aus der Familie der
Sapindaceae-Gewächse - ist eine
Kletterpflanze. In ihrer Heimat im
Norden und Westen Brasiliens, vor
allem aber in den unendlichen
Regenwäldern des Amazonas-Gebie-
tes, rankt sie sich bis zu 60 m
in die Wipfel der grünen Baum-
riesen empor. Zweimal jährlich
bilden sich die leuchtend roten
Früchte mit haselnußgroßen Samen-
körnern. Befreit von der äußeren
Hülle ähneln sie entfernt einem
menschlichen Auge, glänzend weiß
mit dunkelbraunem Inneren. In der
Reifezeit fallen sie zu tausenden
von den Pflanzen auf den Boden des
grün schillernden Urwaldes.
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Paullinia Cupana - auch Paullinia
sorbilis - enthält in allen Teilen der
Pflanzen, besonders aber in den
Guaranasasamen, große Mengen wert-
voller Öle und das Guaranin, einem
Wirkstoff, der mit dem Koffein ver-
glichen werden kann. In dieser Kombi-
nation wird das Guaranin nur langsam
vom menschlichen Körper absorbiert.
Die anregende Wirkung der Körper-
funktionen hält auf diese Weise natür-
lich geregelt über einen längeren
Zeitraum an.
GUARANA ist seit Jahrtausenden die
legendäre, heilige Nahrung der Maué-
Sateres Indianer, Bewohner der Ur-
wälder am Amazonas. Sie sammelten seit
Menschengedenken die wildwachsenden
Samen, züchteten aber im Laufe der
letzten Jahrhunderte aus der Schlingpflanze
eine buschartige Pflanze mit festen
Zweigen, die heute auf Lichtungen und
Plantagen im Amazonasgebiet ange-
baut wird.
Die leuchtend roten Früchte wurden
seit jeher luftgetrocknet und zu Pulver
vermahlen. Mit etwas Wasser wurde
Guarana dann zu dünnen Stäben ge-
formt, steinhart getrocknet und so für
lange Zeit haltbar gemacht. Selbst im
feucht-heißen Klima des Äquators.
Maué-Sateres Indianer, Jäger und
Kautschuksammler führten diese halt-
bar gemachten Stäbchen auf ihren
Streifzügen durch den Urwald immer
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